Das "Bündnis gegen Rechts - Duderstadt bleibt bunt" zeigt die französische Komödie "Monsieur Claude und seine Töchter" (Originaltitel: "Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?") in der Veranstaltungshalle des Kulturwerks Euzenberg.

Der Film von Regisseur und Drehbuchautor Philippe de Chauveron aus dem Jahr 2014 behandelt die Sorgen eines erzkonservativen Gaullisten: Drei seiner vier Töchter haben sich einen Mann ausgesucht, der weder richtig katholisch noch ein "echter" Franzose ist. Für Claude ein Unding - und für die Zuschauer der Beginn eines Unterhaltsamen Filmabends.

Bei dem Kinoabend handelt es sich um eine Premiere: Das Bündnis gegen Rechts will in den kommenden Monaten die Veranstaltungshalle des Kulturwerks nutzen, um Filmen jenseits von Blockbustern Raum zu geben.

-- Eintritt frei! Für einen Imbiss wird gesorgt! --

Zunächst soll es jeweils eine "Wochenschau" geben, einen Rückblick aus der Perspektive des Bündnisses. Anschließend wird - bei freiem Eintritt gegen Spende - der Film gezeigt, bevor dann eine Diskussion möglich sein wird. Getränke und ein Imbiss werden angeboten.

Das neue Polte-Kino in Duderstadt zeigt "Die Schüler der Madame Anne".

Bei Eintritt gegen Spende haben Besucher die Möglichkeit, einen gemütlichen Kino-Abend bei günstigen Getränken und leckeren Snacks zu verbringen.

Das Bündnis gegen Rechts bereitet, wie auch schon für die erste Veranstaltung in der Kino-Reihe im März, einen Rückblick auf die vergangene Woche vor. Insbesondere soll es dabei um die Arbeit des Bündnisses und Themen wie Toleranz, Mitmenschlichkeit und Frieden gehen. Auch nach dem Film soll es Gelegenheit zu Gesprächen geben.

Im Film des Monats April geht es um eine Klasse, in der es bunt zugeht - in jeder Hinsicht. Und "Die Schüler der Madame Anne" zeigt, wie positiv sich Engagement, Respekt und Toleranz auf das Zusammenleben auswirken.

Hier die Ankündigung des Verleihs:

"Ein Leben im Pulverfass: die 11. Klasse des Pariser Léon Blum Gymnasiums ist im wahrsten Wortsinn vielfältig. Doch tummeln sich hier viele, die wissen, dass sich der Rest der Welt nicht für sie interessiert. Der junge Muslim Malik, die aggressive Mélanie oder der stille Théo nehmen nicht teil am Wohlstand der Mitte und sie haben sich damit abgefunden. Das Klassenzimmer ist ihre politische Bühne, hier begegnen sich mit voller Wucht kulturelle und persönliche Konflikte. Etwas zu lernen, scheint reine Zeitverschwendung. Als die engagierte Lehrerin Anne Gueguen die Klasse übernimmt, begegnen ihr selbstbewusster Unwille und große Provokationslust. Doch die kluge Frau versteht es, mit geschickten Fragen die Muster der Jugendlichen zu durchbrechen. Ohne mit der Wimper zu zucken, meldet sie die Klasse bei einem renommierten, nationalen Schülerwettbewerb an. Mit großer Beharrlichkeit gelingt es ihr, die Schüler in eine gemeinsame Aufgabe zu verwickeln. Obwohl die meisten sich noch nie mit Geschichte befasst haben, entdecken die Jugendlichen, dass die längst vergangenen Schicksale auch ihnen viel zu erzählen haben. Für sie beginnt eine Reise in die Vergangenheit, die sie schließlich zu einer Gemeinschaft macht. Mit viel Sensibilität zeigt ihnen Madame Anne, dass sie Teil von etwas viel Größerem sind.

Nach einer wahren Begebenheit erzählt die Regisseurin Marie-Castille Mention-Schaar eine tief bewegende Geschichte über Integration und die Chance, die in der Gemeinschaft liegt. Ein kraftvoller und kämpferischer Film, von fantastischen Schauspielern getragen und voller Hoffnung."

Als dritten Film in der Reihe "Das neue Polte-Kino" zeigt das Bündnis gegen Rechts „Duderstadt bleibt bunt“ im Kulturwerk Euzenberg in Duderstadt eine schwarzhumorige Komödie: "Welcome to Norway". Wie immer wird kein Eintrittspreis verlangt, sondern lediglich um eine Spende gebeten. Einlass ist um 19 Uhr, der Film beginnt etwa eine halbe Stunde später.

 

Zu Beginn der Veranstaltung wollen Mitglieder des Bündnisses auf die Ereignisse der vergangenen Woche zurückblicken. Vor dem Film und auch während der Vorstellung gibt es Gelegenheit, Snacks (ebenfalls gegen Spende) und Getränke zu sich zu nehmen - faire Preise sind dabei selbstverständlich.

 

Wer im Anschluss noch bleiben möchte, kann das tun. Die Bar bleibt geöffnet, bis sich niemand mehr auf den Sofas lümmelt, am Plattenstand stöbert oder an der Theke quatscht.

 

Über den Film

 

"Der Film zur aktuellen Weltlage" hat der Verleih beim Deutschlandstart für "Welcome to Norway" im Oktober 2016 geworben - und tatsächlich greift Regisseur Denstad Langlo Ereignisse, Gefühlslagen, Ressentiments und Gedanken auf, die in den vergangenen Monaten immer wieder eine Rolle gespielt haben - auf der politischen Bühne oder in den Köpfen.

 

Da ist Primus. Er will hoch hinaus, fällt aber gern mal tief. Als sein Hotel im Norden Norwegens finanziell baden geht, will er Profit schlagen aus den Flüchtlingen, die eintreffen sollen. Gut, Primus hat eine nicht zu verachtende Abneigung gegen alles Fremde. Er hat aber auch eine ausgeprägte Zuneigung gegenüber Subventionen aus der Staatskasse. Es kommt, wie es kommen muss: Ganze Busladungen mit Menschen treffen ein. Dumm nur, dass Zimmer, Türen, Heizung und Strom fehlen in dem Hotel.

 

Und dann die diplomatischen Verwicklungen. Christen und Araber, Sunniten und Schiiten - Da möchte zunächst nicht jeder der Zimmernachbar des anderen sein. Primus versucht, Herr der Lage zu werden - und greift zu diktatorischen Methoden. Bis er erkennt, dass auch Fremde Freunde sein können.

Im Juni zeigt das Bündnis gegen Rechts Duderstadt bleibt bunt in der Reihe "Das neue Polte-Kino" den Spielfilm "Napola – Elite für den Führer" aus dem Jahr 2004.

Das Bündnis hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Unterhaltungsfilmen auf gesellschaftliche Missstände, historische Ereignisse und politische Probleme aufmerksam zu machen und für Toleranz und Demokratiefreundlichkeit zu werben.

Eintritt und Snacks gibt es auf Spendenbasis, Getränke sind zu günstigen Preisen erhältlich.

Die Gäste sind eingeladen, einen Kinoabend an historischem Ort zu verbringen. Auf dem Gelände der Polte-Werke, einer ehemaligen Munitionsfabrik in Duderstadt, im ehemaligen Kino-Raum, wird der Film gezeigt. Heute befinden sich dort gemütliche Sofas und Korbstühle.

Im Anschluss an den Film besteht Gelegenheit zu Gesprächen.

Über den Film 


"Napola" erzählt von der Freundschaft zweier Jugendlicher während ihrer Ausbildung in einer Nationalpolitischen Erziehungsanstalt. In den Hauptrollen sind Max Riemelt und Tom Schilling zu sehen, Regie führte Dennis Gansel, der in die fiktive Handlung Erlebnisse seines Großvaters, eines Oberstleutnants der Bundeswehr an einer solchen Eliteschule der Nationalsozialisten, einfließen ließ.

Friedrich wird im Kriegsjahr 1942 als 17-Jähriger bei einem Boxkampf im Berliner Wedding von einem Deutsch- und Sportlehrer der „Napola Allenstein“ entdeckt. Der Lehrer legt ihm nahe, in die Napola einzutreten - und Friedrich besteht die Aufnahmeprüfungen. Doch Friedrichs Vater, der dem Regime kritisch gegenübersteht, steht den Plänen seines Sohnes nicht nur skeptisch gegenüber, er untersagt ihm den Eintritt in die Napola. Doch Friedrich ist entschlossen: Er fälscht die Unterschrift des Vaters und beginnt seine Ausbildung, um zur zukünftigen nationalsozialistischen Elite zu gehören.

Die Ausbildung an der Schule ist hart, „Schwächlingen“ drohen drakonische Strafen. So wird zum Beispiel „Jungmann“ Gladen, der Bettnässer ist, gezwungen, vor versammelter Mannschaft auf seine Matratze zu urinieren. Doch es entstehen auch Freundschaften, so auch die zwischen Friedrich und Albrecht, dem Sohn eines Gauleiters. Albrecht passt so gar nicht ins Napola-Bild: Er will Schriftsteller werden, ist sensibel und ein Schöngeist und für den Umgang mit der Handgranate gar nicht geeignet.

Während einer Übung geschieht das Unglück: Ein Schüler erstarrt vor Angst und lässt die entsicherte Handgranate fallen. Im letzten Augenblick wirft sich Gladen auf die Granate, wird von der Detonation zerrissen, rettet so aber die umstehenden Schüler. Und weitere Menschen müssen sterben: Die Schüler sollen russische Flüchtlinge in einem nahegelegenen Wald einfangen, Kinder fallen dabei Schüssen zum Opfer. Und auch Albrecht hält dem Druck nicht stand: Vor den Augen seines Freundes Friedrich lässt er sich ins Wasser eines zugefrorenen Sees sinken.

Doch Friedrich bleibt zunächst linientreu - bis ihm aufgeht, wofür er da eigentlich kämpft.

WOFÜR WIR STEHEN

Kultur für jeden
Der Eintritt zu unseren Veranstaltungen ist frei, eine Spende wird gern entgegengenommen.
Filme mit Anspruch
Wir zeigen Filme jenseits des Mainstream. Sie beschäftigen sich mit gesellschaftlichen, politischen und historischen Themen - und bieten dabei Unterhaltung.
Gelegenheit zu Gesprächen
Vor dem Film blickt das Bündnis gegen Rechts auf die Entwicklungen der Woche zurück, nach dem Film öffnet die Bar für Gespräche.
Gemütliche Atmosphäre
Trotz des historischen Hintergrundes soll der Ort des Geschehens für die Gäste gemütlich sein wie ihr Wohnzimmer. Sie können unter anderem auf Sofas Platz nehmen.
Nazis bleiben draußen
Wir sind gern diskussionsbereit. Das heißt nicht, dass wir bei den Filmen, die unter anderem im Dritten Reich spielen, Rechten den Zutritt erlauben.
Ideen sind gern gesehen
Gäste können gern Anregungen geben, welche Filme in das Programm aufgenommen werden. Wir klären, ob sie gezeigt werden können.