Der Schauspieler, Musiker, Autor und Sprecher Daniel von Trausnitz liest am Mittwoch, 24. Januar, erstmals in Duderstadt aus seinem aktuellen Buch ‚Mondscheinsinnphonie … aber, es hätte schlimmer kommen können‘. Damit macht der Göttinger den Anfang zu einer neuen Veranstaltungsreihe im Kulturwerk Euzenberg, dem „Literaturcafé“.

Musik, Kino und Ausstellung – 2017 hat sich das kreative Team des Kulturwerks in verschiedenen Kunstformen ausprobiert – nun also Literatur. Die Idee des Literaturcafés: Autoren aus der Region und darüber hinaus lesen monatlich im Cafébereich des Kulturwerks. In kleiner oder größerer Runde – die räumlichen Kapazitäten dafür sind gegeben – sollen sie die Möglichkeit haben, ihre Werke vorzustellen. Ergänzt werden kann das Angebot durch Büchertische von Verlagen oder Buchhandlungen, gern auch von bildenden Künstlern oder Kunsthandwerkern oder durch Rahmenprogramm, beispielsweise Tanz oder Musik. 

Die erste Veranstaltung am Mittwoch, 24. Januar, um 19 Uhr bestreitet der Göttinger Schauspieler, Autor, Sprecher und Musiker Daniel von Trausnitz mit Auszügen aus seinem Roman ‚Mondscheinsinnphonie … aber, es hätte schlimmer kommen können‘der im Februar veröffentlicht werden soll.

Weitere Verlage und Autoren haben ihre Beteiligung bereits zugesagt. Möchten auch Sie dabei sein? Sie erreichen uns unter Telefon 0151/18455555 oder per E-Mail an info@kulturwerk.net.

 

 

Daniel von Trausnitz ist ein echter Tausendsassa: Bekannt ist der Göttinger als Schauspieler, Sprecher, Musiker und als Ritter Isenbard, dem mittelalterlichen Gaukler und Geschichtenerzähler. Jahrelang verkörperte von Trausnitz die Figur, mit der er Kinder wie Erwachsene gleichermaßen erfreute.

Sein Handwerk hat er gelernt: Elf Jahre lang hatte Daniel von Trausnitz am Theater gearbeitet, bevor er sich anderen Aufgaben widmete – von der Musikerkarriere bis  hin zum Job als Fahrradkurier. So ganz ließ ihn die Schauspielerei doch nie los. Also startete er erneut durch und spielte auf Bühnen und vor der Kamera. Ob als „Charles“ in „Dinner for One“ oder als „König Herbert von Augustusburg“ in „Schneewittchen und die 7 Zwerge“ – von Trausnitz gib ihnen ein Gesucht. Bei Vox war im „Perfekten Dinner“ zu sehen, im Musikvideo zu Thomas Godojs „Mensch sein“ ließ er gar die Hüllen fallen – alles für die Rolle.

Was er in dem Clip spielte, ist das, was Daniel von Trausnitz ist und jeden Tag ein wenig verbessern möchte: Im echten Leben sei er einfach Mensch, sagt er über sich. Zudem ein recht unsicherer, der in seinem Beruf darauf angewiesen sei, wie andere mit ihm umgingen. „Ich weiß vorher nicht, was mich erwartet“, begründet er das mulmige Gefühl vor jedem seiner – zumeist improvisierten – Auftritte.

Bei seinen Autorenlesungen weiß von Trausnitz, was kommt. Schließlich stammen die Texte von ihm selbst. Dennoch bleibt es dem Publikum überlassen, auf das zu reagieren, was der Autor über die Tücken des Alltags und die Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung zu berichten weiß. In „Mondscheinsinnphonie“ widmet er sich unter anderem der Frage, warum er sich als Mittvierziger eigentlich immer noch hinsichtlich seines Nahrungsverhaltens rechtfertigen muss – jedenfalls dann, wenn es gerade keine Frau an seiner Seite gibt und jedenfalls seiner Mutter gegenüber. Und er schildert, was sich vor seinem geistigen Auge abspielt, wenn er der Ernsthaftigkeit, mit der die Mutter dem Problem „Es gibt gleich Mittag!“ begegnet, versehentlich Ironie entgegensetzt: Trupps von Therapeuten im Anmarsch. Mutter sei dank. Er hinterfragt die Legitimität von Notlügen – oder des Weglassens eines kleinen Stückchens Wahrheit zur Schadensbegrenzung – und das Prinzip der immer wieder falschen Partnerwahl. Er stellt den Zusammenhang von Liebeskummer und Tankstellennotkäufen zur Grundversorgung des Seelenheils mit Chips und Bier dar und stellt sich auch sonst einer ganzen Reihe von Fragen rund um die Probleme des menschlichen Zusammen- und Auseinandergehens.

Mit viel Humor und schauspielerischer Klasse verspricht von Trausnitz das erste Literaturcafé am Mittwoch, 24. Januar, zu gestalten. Auszüge aus ‚Mondscheinsinnphonie … aber, es hätte schlimmer kommen können‘der im Februar veröffentlicht werden soll, gibt es ab 19 Uhr im Kulturwerk Euzenberg, Gewebepark Am Euzenberg, Halle 16, zu hören. Die Gäste erwartet außer der Lesung ein kleines Liebeskummer-Beseitigungs-Buffet – zur Beruhigung der Mutter, wenn nötig.

Daniel von Trausnitz als Ritter Isenbard.

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KULTURWERK EUZENBERG 

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37115 DUDERSTADT

HALLE 16